Bundesprogramme für Kitas gehen in die Verlängerung

Die Corona-Pandemie hat uns einmal mehr vor Augen geführt, wie wichtig gute Kindertagesbetreuung ist, um gleiche Chancen für alle Kinder zu ermöglichen. Da jedoch nicht alle Kinder von diesen frühkindlichen Bildungsangeboten profitieren, hat das Bundesfamilienministerium bereits 2017 das Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ gestartet. Das erfolgreiche Bundesprogramm geht nun für die Jahre 2021 und 2022 in die Verlängerung. Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium und SPD-Bundestagsabgeordnete, freut sich, dass auch die Stadt Langenhagen weiterhin im Rahmen des Programms eine Förderung erhalten wird, in Kürze wird der Bewilligungsbescheid ausgestellt.

„Mit dem Programm fördert das Bundesfamilienministerium niedrigschwellige Angebote, die den Zugang zur Kindertagesbetreuung vorbereiten und unterstützend begleiten“, erläutert Caren Marks. Im Fokus stehen dabei Kinder und Familien, die bisher kaum von der institutionellen Kindertagesbetreuung erreicht wurden. Die Zugangshürden dieser Familien sind häufig im Zusammenhang mit wirtschaftlich schwierigen Situationen, Bildungsbenachteiligungen aber auch Migrations- beziehungsweise Fluchthintergründen zu sehen. An mehr als insgesamt 120  geförderten Standorten erhalten Familien durch unterschiedliche Angebote und Aktionen erste Einblicke in das System der Kindertagesbetreuung. Die Familien werden zum Beispiel in Familienzenten, Mehrgenerationenhäusern oder in Nachbarschaftstreffs über die Möglichkeiten der frühkindlichen Bildungs- und Betreuungsangebote informiert. Gesteuert werden die Angebote über den Träger der öffentlichen Jugendhilfe. Die teilnehmenden Standorte erhalten dafür von 2017 bis 2022 eine Förderung für eine Koordinierungs- und Netzwerkstelle, Fachkräfte für die Umsetzung sowie zusätzliche Projektmittel. Darüber hinaus werden Qualifizierungsmaßnahmen für pädagogische Fachkräfte gefördert.

Fortgesetzt wird ebenfalls die Förderung der Sprach-Kitas in Langenhagen, Garbsen, Wunstorf, Neustadt, Burgdorf und Isernhagen, wie Caren Marks mitteilt. Insgesamt 18 Kindertagesstätten erhalten auch 2021 und 2022 weiterhin Mittel aus dem Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“. Die „Sprach-Kitas“ erhalten gleich doppelte Unterstützung: Die Kita-Teams werden durch Fachkräfte mit Expertise im Bereich Sprache verstärkt und durch eine zusätzliche Fachberatung begleitet. Mit diesem Programm unterstützt das Bundesfamilienministerium seit 2016 die alltagsintegrierte sprachliche Bildung, die inklusive Pädagogik sowie die Zusammenarbeit mit Familien in den Kitas. „Auch dies ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Chancengleichheit, denn durch die Sprache erschließen wir uns die Welt, treten mit Menschen in Kontakt und eignen uns Wissen an. Studien haben gezeigt, dass sprachliche Kompetenzen einen erheblichen Einfluss auf den weiteren Bildungsweg und den Einstieg ins Erwerbsleben haben. Dies gilt besonders für Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien und Familien mit Migrationshintergrund“, erläutert Caren Marks. „Ich freue mich sehr, dass aus meinem Wahlkreis so viele Kindertagesstätten bei der Förderung der Kitas vorn dabei sind. Ein herzliches Dankeschön an alle Kita-Leitungen und Fachkräfte, die sich für eine gezielte Förderung der Kinder engagieren!“