Die Grundrente kommt!

Die Hartnäckigkeit der SPD hat sich gelohnt: Der Deutsche Bundestag hat die Grundrente verabschiedet. Sie kann nun pünktlich zum 1. Januar 2021 in Kraft treten. „Rund 1,3 Millionen Menschen werden dann einen spürbaren Aufschlag auf ihre Rente bekommen – unter ihnen vor allem Frauen, die Kinder großgezogen oder Angehörige gepflegt haben, aber im Arbeitsleben zu niedrige Löhne hatten. Damit bekommen die Menschen endlich Gewissheit: Dass sie nämlich von ihren langjährigen Beitragszahlungen am Ende des Erwerbslebens auch etwas haben – und nicht im Alter auf Sozialleistungen angewiesen sind“, erklärt Caren Marks, SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfrauenministerium. Davon werden zum Beispiel viele Verkäuferinnen, Pflegekräfte, Reinigungskräfte sowie LKW- und Taxi-Fahrer profitieren.

Die Grundrente ist ein sozialpolitischer Meilenstein und stärkt die gesetzliche Rentenversicherung: Ab 2021 wird ein Zuschlag auf kleine Renten gezahlt. Um den vollen Zuschuss zu erhalten, müssen 35 Jahre lang Pflichtbeiträge in die Rentenversicherung eingezahlt worden sein. Bereits ab 33 Beitragsjahren gibt es erste Zuschläge, die dann aufwachsend berechnet werden. Kindererziehungs- und Pflegezeiten von Angehörigen, werden mit eingerechnet.

Wichtig ist, die Grundrente ist Bestandteil der gesetzlichen Rente und muss nicht gesondert beantragt werden. Die Berechtigten bekommen die Grundrente automatisch ausbezahlt. Die Rentenversicherung prüft selbstständig ob die Voraussetzungen erfüllt sind. Das ist eine administrative Herausforderung: Ein Anspruch wird ab Januar 2021 bestehen, die Auszahlung wird schrittweise ab Juli 2021 erfolgen, natürlich auch rückwirkend. Mehr Informationen zur Grundrente gibt es hier: https://www.bmas.de/DE/Schwerpunkte/Grundrente/Fragen-und-Antworten-Grundrente/faq-grundrente.html

Bildnachweis: SPD-Bundestagsfraktion