Sitzung der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen in New York

Bei der 63. Sitzung der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen in New York stand die sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen im Fokus. Caren Marks sprach vor der Generalversammlung.

Die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesfrauenministerin, Caren Marks, hat vom 11. bis zum 14. März an der 63. Sitzung der Frauenrechtskommission (FRK) der Vereinten Nationen (VN) in New York teilgenommen. Schwerpunkt war die soziale Sicherung von Frauen und Mädchen. Der Anspruch von Frauen und Mädchen auf sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte spielt dabei eine wichtige Rolle.

In ihrem Statement vor der VN-Generalversammlung betonte Caren Marks: “Mit großer Sorge sehen wir, dass einzelne Länder ihr Engagement im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Selbstbestimmung zurückfahren. Das ist eine gravierende Fehlentwicklung. Nicht nur bevölkerungspolitisch und gesundheitspolitisch, sondern auch gleichstellungspolitisch. Denn die Voraussetzung für ein freies und selbstbestimmtes Leben für Frauen ist: selbst zu entscheiden, ob und mit wem und wie viele Kinder sie haben wollen. Diese Form der Selbstbestimmung von Frauen ist ein Menschenrecht, das weltweit durchgesetzt werden muss.”

Eine gerechte Gestaltung von Sozialsystemen sowie ein gleichberechtigter Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen und zu einer nachhaltigen Infrastruktur sind für Frauen und Mädchen weltweit wesentliche Grundlagen für ein selbstbestimmtes Leben. Diese Grundlagen fehlen ihnen jedoch oft, wie aktuelle Zahlen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zeigen: Über 200 Millionen Frauen verfügen über keinen Zugang zu Verhütungsmitteln, rund 90 Millionen Frauen werden jährlich ungewollt schwanger und über 30 Millionen Geburten finden außerhalb medizinischer Einrichtungen statt.

Frauenrechtskommission

Seit ihrer Gründung 1946 hat die Frauenrechtskommission – als funktionale Kommission des Wirtschafts- und Sozialrats der Vereinten Nationen (Economic and Social Council, ECOSOC) – die Stärkung von Frauen und ihrer Rechte als oberstes Ziel. Sie erarbeitet Empfehlungen und Berichte zur Förderung der Frauenrechte in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Soziales und Bildung. Die Frauenrechtskommission hat 45 Mitglieder, die für vier Jahre gewählt werden.

Bildnachweis: BMFSFJ

Caren Marks gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Josephine Ortleb bei der 63. Sitzung der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen in New York