Beirat zur gemeinsamen Jugendstrategie einberufen

Mit einer gemeinsamen Jugendstrategie möchte die Bundesregierung Jugend beteiligen und Jugend sichtbar machen. Zur Begleitung dieses Prozesses hat das Bundesjugendministerium einen Beirat berufen. Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesjugendministerin, leitete die erste Sitzung in Berlin.

„Ohne die Einbindung zivilgesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure und ohne junge Menschen und ihre Interessenvertretungen können wir keine wirklich gute oder wirkungsvolle Jugendstrategie entwickeln. Auch bei der Umsetzung einer solchen Strategie sind wir auf diejenigen angewiesen, die vor Ort mit Jugendlichen und für Jugendliche wirken. Deshalb stand für uns von vornherein fest, dass wir einen Ort schaffen müssen, in dem wir die Expertise von Jugend und Zivilgesellschaft, von Ländern und Kommunen bündeln können. Das ist uns mit diesem Beirat gelungen“, erläuterte Caren Marks.

Insgesamt 19 Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Verwaltung und Praxis der Kinder- und Jugendhilfe bilden den Beirat des Bundesjugendministeriums zur Jugendstrategie der Bundesregierung. Den Vorsitz im Beirat übernimmt Caren Marks. Den Co-Vorsitz hat Prof. Dr. Karin Böllert inne. Sie ist die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ. Dadurch wird das besondere Zusammenwirken von Politik und Zivilgesellschaft deutlich.

In der konstituierenden Sitzung hat sich der Beirat auf Arbeitsschwerpunkte und Aufgabenteilung verständigt. Auch junge Menschen sollen direkt einbezogen werden. Bis Herbst 2019 werden die Inhalte der Jugendstrategie und ein entsprechender Kabinettbeschluss erarbeitet.

Das Vorhaben einer gemeinsamen Jugendstrategie der Bundesregierung fußt auf der „Eigenständigen Jugendpolitik“, die das Bundesjugendministerium seit einigen Jahren verfolgt und mit der es die gemeinsamen Belange der 13 Millionen Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 12 und 27 Jahren sichtbar macht.

Unter dem Dach der Jugendstrategie „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“ hat das Bundesjugendministerium seit 2015 mit zahlreichen Partnerinnen und Partnern verschiedene Einzelvorhaben umgesetzt, die sich an den Leitlinien, Grundsätzen und Zielen der „Eigenständigen Jugendpolitik“ orientieren. Der Koalitionsvertrag für die 19. Legislaturperiode schreibt vor, die „Eigenständige Jugendpolitik“ weiterzuführen und eine gemeinsame Jugendstrategie der gesamten Bundesregierung zu entwickeln.

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